Ich möchte ein neues Stadion, was kann ich machen?

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Tage bis zur Stadion-Entscheidung des Oldenburger Stadtrates am 15.04.2024

Ein neues Stadion kommt nicht „von alleine“. Es ist nicht gesichert, dass sich die Oldenburger Politik im April für ein neues Stadion entscheidet, denn so ein Projekt muss auch immer mit anderen Aufgaben und Ausgaben der Stadt und mit ggf. konkurrierenden Bedürfnissen ihrer Bewohner abgewogen werden.

Es reicht also nicht, sich zurückzulehnen und auf die Politik oder unsere Inititaive zu vertrauen. Wir alle müssen uns dafür einsetzen, dass wir nach 30 Jahren endlich wieder eine richtige Arena in unserer Stadt haben. Wir haben es in der Hand!

Es gibt grundsätzlich zwei Dinge, die jeder von uns beitragen kann:

  1. Gute Argumente für einen Neubau den BürgerInnen und PolitikerInnen der Stadt näher zu bringen. Auf unserer Seite haben wir alle Informationen, die man dafür braucht, zusammen gestellt. Schaut euch bitte ausgiebig um.
  2. Sichtbar zu werden und zeigen, dass wir viel mehr sind als die StadiongegnerInnen.

Nachfolgend haben wir einige Möglichkeiten zusammengestellt, sichtbar zu werden. Vorweg aber noch ein ganz wichtiger Punkt zu unserem Auftreten:

Egal auf welchem Kanal: Stets sachlich und positiv bleiben

Wir wollen, dass etwas Neues geschaffen wird und darum können wir positiv bleiben. Die Grundsatzentscheidung ist auch schon für ein neues Stadion getroffen worden und es herrscht weiterhin Wohlwollen in großen Teilen des Stadtrats. Das sollten wir nicht gefährden. Darum:

  • Seid sachlich: Argumentiert mit Fakten und nicht Mutmaßungen. Schaut euch alles Wissenswerte auf dieser Seite an, besonders die Fragen & Antworten. Verzichtet auf persönliche Angriffe, lasst euch nicht auf den Ton mancher Gegner ein.
  • Seid positiv: Argumentiert vor allem für ein neues Stadion. Argumentiert für den Fußball, für die BürgerInnen und für die Stadt. Das ist stärker als gegen andere zu argumentieren (die Anwohner-Initiative, die Grünen, die Baskets, usw.). Gegen das Marschwegstadion zu argumentieren ist natürlich ok.
  • Seid mitreißend: Erzählt gern persönliche emotionale Geschichten. Vielen ist nicht bekannt, was der Sport, der Fußball und der VfB Oldenburg für eine Bedeutung für die Menschen und ihre Verbindung zueinander und zur Stadt hat.
  • Seid fair: Es ist ok, dass es Menschen in der Stadt mit anderen Interessen gibt. Es ist ok, wenn jemand Gelder für andere Projekte priorisieren möchte. Es ist ok, wenn AnwohnerInnen Angst vor zusätzlichen Belastungen haben. Greift niemanden dafür an, nicht unserer Meinung zu sein. Zeigt Verständnis und diskutiert stattdessen Lösungen und Kompromisse (z.B. Sperrung von Wohnvierteln an Spieltagen).
  • Seid aber auch bestimmt: Lasst verdrehte Tatsachen, Geraune, Falschbehauptungen, Strohmann-Argumente und reine Mutmaßungen nicht stehen.
  • Passt auf euch auf: Bis Mitte April ist es noch ein Marathon und diese extrem emotional aufgeladene Debatte kann einen ganz schön auslaugen oder den Blutdruck in ungeahnte Höhen treiben. Achtet auf eure körperliche und psychische Gesundheit und macht lieber mal ne Woche Pause vom Thema. Wir sind viele und jeder kann für jeden einspringen.

1. Die öffentliche Diskussion suchen

Egal ob im Büro, in der Kneipe oder in den sozialen Medien, das Stadion kann überall zum Thema werden. Informiert euch hier auf dieser Seite, so dass ihr sachlich mit starken Argumenten mitdiskutieren könnt und dann sucht das Gespräch. Es ist dabei nicht wichtig, Hardcore-GegnerInnen zu bekehren (das werdet ihr kaum schaffen), sondern alle Menschen zu erreichen, die sich noch nicht endgültig positioniert haben.

Auf Facebook toben wilde Debatten zum Stadion, besonders auf den Facebook-Seiten der NWZ, NWZOnline und NWZ Oldenburger Nachrichten. Es ist wichtig, hier nicht den GegnerInnen allein das Feld zu überlassen. Macht unsere Mehrheit sichtbar: Verteilt Likes, schreibt Kommentare pro Stadion, teilt Inhalte dieser Seite, beantwortet sachlich Fragen, ordnet ein, stellt Falschbehauptungen richtig aber lasst euch nicht auf Endlos-Diskussionen mit Menschen ein, die kategorisch dagegen sind. Das kostet nur Kraft und sorgt für Sichtbarkeit von ihren Beiträgen.

2. Leserbriefe schreiben (bis Mitte März)

Seitdem die Stadiondebatte mit dem Aufstieg des VfB Oldenburg in die 3. Liga richtig heiß geworden ist, tobt auf den Leserbriefseiten der NWZ ein reges Hin und Her aus Pro und Contra. Zwar sollte man die Reichweite von Leserbriefen nicht überschätzen, dennoch wird möglicherweise das Verhältnis der Leserbriefe als (gefühlter) Gradmesser der öffentlichen Stimmung herangezogen. Wir sollten hier also nicht das Feld eine kleinen aber lauten Gruppe von GegnerInnen überlassen.

Richtlinien für Leserbriefe an die NWZ:

  • Mailadresse: leserforum@nwzmedien.de
  • Ein Leserbrief muss sich auf einen in der Nordwest-Zeitung erschienenen Artikel beziehen. Zur besseren Zuordnung sollten Überschrift und Erscheinungsdatum genannt werden. Mit der Suche auf der Seite der NWZ sollte sich schnell der aktuellste Stadionartikel finden lassen.
  • Der Leserbrief sollte kurz und prägnant, vor allem sachlich dargelegt sein. Die Länge sollte 1.620 Zeichen möglichst nicht überschreiten. Ggf. wird sonst gekürzt.
  • Es werden nur Zuschriften veröffentlich, in denen der vollständige Vor- und Zuname sowie der Wohnort der VerfasserIn angegeben ist.
  • Es werden keine volksverhetzenden, rassistische und andere rechtswidrige Inhalte wie Beleidigungen, üble Nachrede sowie falsche Tatsachenbehauptungen veröffentlicht.

Die NWZ nimmt sich erfahrungsgemäß 1-3 Wochen bis zur Veröffentlichung. Ein Leserbrief sollte also spätestens bis Ende März abgeschickt sein.

3. Den Fraktionen des Oldenburger Stadtrats schreiben (bis Mitte März)

Noch direkter als mit Leserbriefen könnt Ihr die Oldenburger Politik per Brief oder Mail an die einzelnen Fraktionen und Gruppen im Stadtrat erreichen. Das hilft, unseren Ratsmitgliedern zu zeigen, wie groß das Interesse an einem neuen Stadion in der Stadt ist.

Von der Verwaltung und auch von unserer Seite sind die Fraktionen schon mit zahlreichen sachlichen Argumenten versorgt. Das muss man in solchen Briefen nicht zu sehr wiederholen. Vielmehr geht es darum zu zeigen, warum der Fußball so viele Menschen in der Stadt betrifft, welche positiven Einflüsse er hat, zum Beispiel:

  • Wie der Fußball die Menschen, über alle Klassen und Gruppen und Alter hinweg bewegt und verbindet.
  • Wie der Fußball die Identifikation mit der Stadt erhöht.
  • Wie er einen in der Stadt hält oder hergezogen hat, wie er die Verbindung aufrecht hält, selbst wenn man weggezogen ist.
  • Welche enorme Begeisterung er entfachen kann.
  • Wie es ist, für seine Stadt auf Auswärtsspiele zu fahren.
  • Wie es ist, wenn einen in der Fremde andere Menschen auf den VfB ansprechen.
  • Das Gefühl die halbe Stadt ist am Spieltag mit einem Ziel unterwegs.

Erzählt gerne persönliche Geschichten und Erlebnisse, das kann viel mehr Einfluss entfalten als das 1897. Argument pro Neubau oder das 265. Argument gegen den Marschweg.

Die Kontaktdaten der einzelnen Fraktionen und Gruppen finden sich auf den Politik-Seiten der Stadt Oldenburg.

4. Präsenz auf Sitzungen des Stadtrats oder von Ausschüssen zeigen

Die StadiongegnerInnen zeigen regelmäßig und aktiv Präsenz auf den relevanten Ausschuss- und Ratssitzungen. Eine sichtbare Teilnahme von VfB-Fans (mit Schals, Trikots, etc.), selbstverständlich freundlich und konstruktiv, ist bisher auf Wohlwollen der Politik gestoßen. Die Zahlen der GegnerInnen lassen sich dabei leicht um das vielfache übertreffen.

Voraussichtlich wichtige Termine

Möglicherweise wird nicht in jedem Termin das Stadion behandelt. Die jeweilige Agenda lässt sich im Ratsinfosystem einsehen. Wir versuchen die wirklich relevanten Termine im Vorfeld zu kennzeichnen. Inhaltliche Infos zu den Veranstaltungen findet ihr auch hier: The Road to Donnerschwee – Wichtige Termine

  • Mittwoch, 13. März 2024: Sportausschuss (ab 17:00 Uhr, Alte Fleiwa, Industriestraße 1d, Sitzungssaal 1/2) kein Stadionthema aber ggf. Würdigung des VfB-Fanprojekts
  • Dienstag, 02. April 2024: Gemeinsame Sitzung Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen und Sportausschuss zur Stadionentscheidung (ab 17 Uhr, Alte Fleiwa, Industriestraße 1d, Sitzungssaal 1/2)
  • Mittwoch, 03. April 2024: Sondersitzung Verkehrsausschuss zur Stadionentscheidung (ab 17 Uhr, Alte Fleiwa, Industriestraße 1d, Sitzungssaal 1/2)
  • Montag, 08. April 2024: Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Digitalisierung und internationale Zusammenarbeit (ab 17 Uhr, Alte Fleiwa, Industriestraße 1d, Sitzungssaal 1/2)
  • Donnerstag, 11. April 2024: Gemeinsame Sitzung Ausschuss für Stadtplanung und Bauen und Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima zur Stadionentscheidung (ab 17 Uhr, Alte Fleiwa, Industriestraße 1d, Sitzungssaal 1/2)
  • ?? April 2024 (eine Woche vor der Ratssitzung): Öffentliche Informationsveranstaltung zur Stadionentscheidung (Ort wird noch bekanntgegeben)
  • Montag, 15. April 2024: Ratssitzung mit der voraussichtlichen Stadionentscheidung (ab 18 Uhr, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Veranstaltungssaal ggf. auch abweichender Ort)
  • Freitag, 06. August 2027: Eröffnungsspiel im neuen Stadion 😉